Höhenweg 1 – Etappe 14: Rifugio Champillon → Saint-Rhémy-en-Bosses
Hinweise
- Langer Abstieg: Stöcke nützlich
- Der Abstecher zum Großen Sankt Bernhard Pass erfordert zusätzliche Zeit
1 / 2Karte & Route
Offizieller GPX-Track — Autonome Region Aostatal / lovevda.it
Kondition
~3200 kcal geschätzt
Die vierzehnte Etappe führt vom Rifugio Champillon zum oberen Grand Saint-Bernard-Tal, einem der großen historischen Verbindungswege zwischen Italien und der Schweiz. Von der Hütte aus erreicht man nach einem kurzen letzten Anstieg den Col Champillon (2709 m), einen breiten Graspass, von dem aus sich ein außergewöhnliches Panorama bietet: Mont Blanc im Westen, Gran Paradiso im Osten, Grand Combin im Norden. Der Abstieg nach Saint-Rhémy-en-Bosses ist lang – über 1100 Meter –, folgt jedoch durchgehend einem festen, gut ausgeschilderten Weg, der über Hochweiden führt, bevor er durch Mischwald in die Talsohle abfällt. Saint-Rhémy-en-Bosses (1600 m) ist ein ruhiges Dorf an der historischen Straße des Großen Sankt Bernhard mit umfassenden Dienstleistungen und einem kleinen Museum, das dem Pass und seinen berühmten Bernhardinerhunden gewidmet ist. Wanderer mit verbleibender Energie können einen kurzen Abstecher zum Col du Grand Saint-Bernard (2473 m) machen und das Hospiz besuchen, das seit Jahrhunderten Reisende willkommen heißt. Die Etappe ist mit E bewertet und weist keine technischen Schwierigkeiten auf.
Entlang der Route: von Rifugio Champillon (2465 m), führt der Weg über Col Champillon (2709 m) — High point, Mont Blanc–Gran Paradiso panorama, bis Saint-Rhémy-en-Bosses (1600 m). Unterwegs erreicht man die Hütte Champillon, ein nützlicher Stützpunkt. Am Horizont dominieren Monte Bianco (4808 m), Gran Paradiso (4061 m).
Geowissenschaften
Geologie & Landschaft
Col Champillon öffnet sich zu austroalpinem Augengneis und Glimmerschiefer mit Quarzit- und Glimmerphyllit-Aufschlüssen. Der Abstieg nach Saint-Rhémy durchquert Würm-Gletscherablagerungen des By-Gletschers mit Endmoränen und fluvio-glazialen Terrassen. Unterhalb von 2200 m erscheinen Kalkschiefer und Murmeln des unteren Penninikums mit Quarz- und Calcitbändern. Der Talboden des Großen Sankt Bernhard zeigt alluviale Ablagerungen des Artanavaz-Baches mit Kieselsteinen aus Gneis, Marmor und Kalkstein. Bewaldete Hänge weisen Paläoböden auf zersetzten Gletscherablagerungen auf. Etwas weiter westlich treten in Valpelline ultrabasische penninische Einheiten (Ophiolithe) zu Tage.
Geschichte & Kultur
Saint-Rhémy-en-Bosses liegt an der alten Route des Großen Sankt Bernhard, die von Römern und Pilgern genutzt wurde. Das örtliche Museum dokumentiert die Geschichte des Hospizes und der Bernhardinerhunde.
Wasserstellen
Wasser an der Hütte. Federn beim Abstieg. Dienstleistungen in Saint-Rhémy.
Anreise
VITA-Bus nach Saint-Rhémy von Aosta. Die Straße des Großen Sankt Bernhard ist im Sommer zugänglich.
Nahe Gipfel
Hütten & Biwaks
Fotogalerie
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Flora entlang des Weges
Beobachtbare Fauna
Angrenzende Etappen
AErstellt und geprüft von Andrea Rama
Datenquelle: Catasto Sentieri Regione VdA + thealps.com (D+/D− verificati) · Open data — DGR 899/2014
Zuletzt geprüft:
Valle del Gran San Bernardo
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