Höhenweg 1 – Etappe 8: Rifugio Grand Tournalin → Valtournenche
Hinweise
- Steiler Abstieg: Trekkingstöcke empfohlen
- Taunasses Gras auf Grasflächen am Morgen
1 / 2Karte & Route
Offizieller GPX-Track — Autonome Region Aostatal / lovevda.it
Kondition
~2600 kcal geschätzt
Etappe acht ist die längste Abfahrt im zentralen Abschnitt des Höhenwegs 1: Vom Rifugio Grand Tournalin auf 2535 Metern fällt der Weg über tausend Meter hinab zum Talboden von Valtournenche, dem Hauptort des Tals, in dem sich das Skigebiet Breuil-Cervinia befindet. Der erste Abstiegsabschnitt ist steil in gemischtem Gelände, wobei das Matterhorn fast jeden Schritt begleitet. Mit abnehmender Höhe verändert sich die Landschaft deutlich: Geröll und Hochweiden weichen Lärchen- und Fichtenwäldern, rauschenden Bächen und Steinkapellen am Straßenrand. Der Weg erreicht das Plateau von Cheneil – ein kleines Hochland mit spektakulärem Balkonblick über das gesamte Tal – bevor der letzte Abstieg nach Valtournenche (1520 m) erfolgt. Das Dorf bietet alle notwendigen Dienstleistungen: Supermärkte, Apotheke, Restaurants und Hotels. Der Schwierigkeitsgrad wird mit E bewertet, da der Höhenunterschied fast ausschließlich bergab verläuft und es keine technischen Abschnitte gibt. Um die Knie zu schonen, ist die Verwendung von Trekkingstöcken besonders auf der ersten steilen Strecke dringend zu empfehlen. Von Valtournenche führt eine Seilbahn nach Cervinia und zur Schweizer Grenze am Plateau Rosà.
Entlang der Route: von Rifugio Grand Tournalin (2535 m), führt der Weg über Cheneil (2000 m) — Panoramic plateau over Matterhorn and valley floor, bis Valtournenche (1520 m). Unterwegs erreicht man die Hütte Grand Tournalin, ein nützlicher Stützpunkt. Am Horizont dominieren Cervino (4478 m), Grand Tournalin (3379 m), Dent d'Hérens (4177 m).
Geowissenschaften
Geologie & Landschaft
Der Abstieg von Tournalin überquert den Osthang des Matterhornmassivs, bestehend aus penninischem Gneis und Kalkschiefer mit Quarz- und Glimmerbändern. Cheneil überblickt Würm-Gletscherablagerungen des Valtournenche-Gletschers mit Endmoränen und fluvio-glazialen Terrassen. Unterhalb von 2000 m treten Ophiolithaufschlüsse (Serpentinite und Metabasalte) auf, die typisch für den oberen penninischen Stapel sind. Der Talboden von Valtournenche zeigt jüngste alluviale Ablagerungen des Baches Marmore mit Kieselsteinen aus Gneis, Kalkstein und Serpentinit. Bewaldete Hänge weisen Paläoböden auf zersetzten Gletscherablagerungen auf. Der Cignana-Staudamm (nächste Etappe) nutzt ein natürliches Becken auf wiederaufgebauten Würm-Moränen.
Geschichte & Kultur
Valtournenche ist die historische Hauptstadt des Matterhorntals mit Straßenkapellen und Bergsteigertraditionen, die mit den frühen Matterhornbesteigungen verbunden sind.
Wasserstellen
Wasser bei der Hütte und im Zentrum von Valtournenche. Quellen im Wald beim Abstieg.
Anreise
VITA-Bus nach Valtournenche und Cervinia. Seilbahn Valtournenche–Cervinia für schnelle Verbindung.
Nahe Gipfel
Hütten & Biwaks
Fotogalerie
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Flora entlang des Weges
Beobachtbare Fauna
Angrenzende Etappen
AErstellt und geprüft von Andrea Rama
Datenquelle: Catasto Sentieri Regione VdA + AllTrails (8.7 km verificati) + thealps.com · Open data — DGR 899/2014
Zuletzt geprüft:
Valtournenche
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